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Politik
12/05/2011

Buchers welke Orangen

Haiders Erben kämpfen verzweifelter denn je ums politische Überleben.

von Josef Votzi

Hand aufs Herz, sagt Ihnen Christian Ebner etwas? Der Mann war bis vor Kurzem BZÖ-Generalsekretär - also Spitzenmann einer Zehn-Prozent-Partei. De facto war er ein innenpolitisches U-Boot. Sachlich in den spielentscheidenden Wirtschaftsfragen um ein Vielfaches beschlagener als der politische Durchschnitt. Breitenwirksam ist er beim besten Willen nie geworden.

Ebners unrühmlicher Abgang als BZÖ-Sprecher droht zum Schicksal der ganzen Partei zu werden. Denn das Bild der Orangen prägt nicht ein einsamer Wirtschaftsliberaler wie Parteichef Josef Bucher, sondern Haiders Buberl-Partie - von Peter Westenthaler bis Stefan Petzner.

Die Rolle des Wadelbeißers der Republik ist - nach Haiders Unfalltod vor drei Jahren - mit Heinz-Christian Strache erfolgreich neu besetzt. BZÖ-Chef Josef Bucher bemüht sich ab heute bei einer Parteiklausur einmal mehr redlichst, aus seinen welken Orangen die feurigen Robin Hoods der Steuerzahler zu machen.

Schützenhilfe holt sich Bucher dafür nun aus dem Buch der Bücher. Eine neue Plakatserie ziert neben Buchers Konterfei ein Bibelzitat. "Denn sie wissen nicht, was sie tun." Gemünzt ist er freilich nicht auf das BZÖ, sondern auf jene, die versuchen, den Euro für uns alle zu retten.

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