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Politik
09/27/2012

Briten-Premier blamiert sich in TV-Show

David Cameron kann dem Late-Night-Talker David Letterman mehrere Fragen aus dem britischen Einwanderungstest nicht beantworten.

David Cameron kann sich glücklich schätzen, den britischen Pass schon zu haben. Bei einem Wissenstest für Einwanderer ist der britische Premierminister nämlich klar durchgefallen. Auf Fragen des US-Talkshowmoderators David Letterman konnte der konservative Politiker nämlich weder sagen, wer die heimliche Nationalhymne "Rule Britannia" komponiert hat und konnte auch nicht sagen, was "Magna Charta" heißt. "Das ist schlecht, hier in dieser Show ist meine Karriere zu Ende gegangen", scherzte Cameron mit Letterman.

Camerons Regierung hat kürzlich einen Test eingeführt, den alle Anwärter auf die britische Staatsbürgerschaft bestehen müssten. Der Premier wurde sichtlich nervös, als Letterman ihm die erste Frage vorzulesen begann. "Wer komponierte die Musik für `Rule Britannia`?" fragte der Talkmaster. Cameron behalf sich, indem er den Namen des bekanntesten britischen Hymnen-Komponisten Edward Elgar nannte. Sein Pech: Gerade "Rule Britannia" stammt nicht aus seiner Feder, sondern aus jener von Thomas Arne.

"Du testest mich jetzt"

Wie die Tageszeitung The Guardian schreibt, ging es dem Oxford-Absolventen bei Fragen zur angloamerikanischen Geschichte etwas besser. "Wir haben uns vor 200 Jahren in eure Politik eingemischt, als wir den Fluss hinaufsegelten und das Weiße Haus niederbrannten", sagte Cameron mit Blick auf den Krieg von 1812. Auch bei Fragen nach dem Unterschied zwischen Irland und Nordirland zeigte sich der Regierungschef firm. Allerdings patzte er mit der Aussage, Queen Elizabeth II. sei im Vorjahr als erstes Mitglied der Königsfamilie nach Dublin gereist. Tatsächlich war Kronprinz Charles schon mehrfach in Irland gewesen.

Zur mittelalterlichen "Magna Charta", in der die englischen Könige ihren Untertanen erstmals umfassende Freiheitsrechte garantierten, konnte Cameron zwar inhaltlich sehr viel sagen, nur die Bedeutung dieser lateinischen Bezeichnung hatte er nicht präsent. "Du testest mich jetzt", sagte Cameron hilflos. Letterman ließ sich daraufhin noch einige Augenblicke Zeit, um seinem Gast aus der Patsche zu helfen. Magna Charta heiße schlicht und einfach Große Charta, sagte der Moderator schließlich.

Dabei hatte sich Cameron eingehend auf seinen Auftritt beim US-Talker vorbereitet. Wie der Guardian schreibt, studierten die Berater des britischen Premiers gleich mehrerer Politiker-Auftritte bei Letterman, darunter jenen von US-Präsident Barack Obama sowie des Londoner Bürgermeisters und Cameron-Kontrahenten Boris Johnson.

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