Berliner Autos gehen in Flammen auf

Die dritte Nacht in Folge brannten in der deutschen Hauptstadt Autos aus. Linksextremisten werden als Brandstifter vermutet.

Die seit Jahren anhaltende Serie nächtlicher Auto-Brandstiftungen in Berlin nimmt immer schlimmere Ausmaße an. Bereits in drei aufeinander folgenden Nächten wurden mehr als 30 Autos angezündet. Seit Jahresbeginn sind insgesamt mehr als 130 Autos in Brand gesetzt worden - schon jetzt mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Polizei und Feuerwehr kommen kaum hinterher - Alarm im Viertelstundentakt. Die Polizei vermutet, dass Linksextremisten dahinter stecken. Inzwischen glaubt man auch an einige Nachahmer ohne politischen Hintergrund. Die Brandstiftungen gibt es seit Jahren, immer wieder auch in Hamburg. In Berlin ist meist der als gutbürgerlich geltende Stadtteil Charlottenburg betroffen. Staatsanwaltschaft und Polizei stellten inzwischen eine Belohnung von 5000 Euro für Hinweise auf die Täter in Aussicht - ein hilfloser Akt: Die Täter werden meist nicht geschnappt. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Deutschland hat sich dafür ausgesprochen, im Kampf gegen die Autobrandstifter nun die Bundespolizei und Beamte aus anderen Bundesländern in der deutschen Hauptstadt einzusetzen. Der SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz warnte in der Bild-Zeitung vor einer Eskalation der Gewalt... "Das ist eine Vorstufe zum Terrorismus", so Wiefelspütz. Auch die RAF habe mit Brandanschlägen angefangen.
(APA/dpa/AFP / csm) Erstellt am
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