Zehntausende protestierten in Spanien für Gleichberechtigung - und gegen den Iran-Krieg

Teilnehmer trugen unter anderem Plakate mit der Aufschrift "No a la guerra!" ("Nein zum Krieg!"). Allein in Madrid protestierten 35.000.
International Women's Day, in Madrid

Bei den Kundgebungen zum Weltfrauentag haben Zehntausende in Spanien nicht nur für Gleichberechtigung, sondern auch für Frieden und gegen den Iran-Krieg demonstriert. Die Menschen trugen unter anderem Plakate mit der Aufschrift "No a la guerra!" ("Nein zum Krieg!") und skandierten diese Forderung auch immer wieder. Es ist ein Motto, das der Ministerpräsident Pedro Sánchez in den vergangenen Tagen mehrfach verkündet hatte.

Allein in Madrid gingen bei zwei Demonstrationen nach Polizeischätzung insgesamt mindestens 35.000 Menschen auf die Straße - mehrheitlich Frauen, aber auch sehr viele Männer und zahlreiche Familien mit Kindern. Die Organisatoren sprachen unterdessen von rund 180.000 Teilnehmern.

In Barcelona waren es laut Behörden etwa 22.000 Demonstrantinnen und Demonstranten. Auch in Bilbao, Saragossa, der mallorquinischen Hauptstadt Palma und zahlreichen anderen Städten gab es größere Kundgebungen.

Bilder von der Kundgebung in Madrid

Zehntausende protestierten in Spanien für Gleichberechtigung - und gegen den Iran-Krieg

Zehntausende protestierten in Spanien für Gleichberechtigung - und gegen den Iran-Krieg

Zehntausende protestierten in Spanien für Gleichberechtigung - und gegen den Iran-Krieg

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Zehntausende protestierten in Spanien für Gleichberechtigung - und gegen den Iran-Krieg

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Auch russischer Angriffskrieg gegen die Ukraine kritisiert

Überall wurden vor allem US-Präsident Donald Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu kritisiert und verhöhnt, deren Streitkräfte den Iran seit über einer Woche mit Angriffen überziehen. Angeprangert wurden aber auch der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, der bereits seit gut vier Jahren andauert, sowie andere Konflikte und Missstände weltweit.

"Heute erinnern wir auf diesen feministischen Straßen an die Frauen im Iran, die unter der Gewalt des Krieges leiden. Zuvor haben sie unter dem Regime der Ajatollahs gelitten, doch nun leiden sie weiter unter den Bomben", sagte Gleichstellungsministerin Ana Redondo vor Journalisten.

Mehrheit der Spanier laut Umfragen gegen den Iran-Krieg

"Wir erinnern gleichzeitig aber unter anderem auch an die afghanischen Frauen", betonte sie, "die wie in einem Gefängnis leben, in dem alle Rechte unterdrückt werden, sowie an die ukrainischen Frauen, die seit vier Jahren gegen den Krieg kämpfen und kein Licht am Ende des Tunnels sehen."

Sánchez wirft den USA und Israel vor, mit ihren Angriffen auf den Iran das Völkerrecht zu verletzen. Trotz scharfer Attacken von Trump und auch aus Israel rückt der Sozialist von seiner Haltung nicht ab. Nach verschiedenen Umfragen ist auch eine große Mehrheit der Spanier gegen die Bombardierung des Iran.

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