Zehnstündige Feuerpause in Aleppo ist ausgelaufen

Zwei Jungen stehen auf einem zerstörten Panzer und einem ausgebrannten Auto in einer zerstörten Stadt.
Eine Rebellengruppe bezeichnete die Feuerpause als "große Lüge".

In der umkämpften nordsyrischen Stadt Aleppo ist am Freitagabend eine zehnstündige Waffenruhe ausgelaufen. Die von Moskau einseitig verkündete Feuerpause endete um 19.00 Uhr Ortszeit (18.00 Uhr MEZ).

Syriens Regime und Russland hatten den Rebellen zuvor vorgeworfen, während der Waffenruhe auf einen Korridor für Zivilisten gefeuert zu haben. Dabei wurden nach Angaben aus Moskau und Damaskus drei Menschen leicht verletzt, darunter zwei russische Soldaten.

Die Waffenruhe sollte Zivilisten und Rebellen Moskau zufolge die Möglichkeit geben, den von der Opposition kontrollierten Osten Aleppos über insgesamt acht Korridore zu verlassen. Ein Sprecher der Rebellengruppe Nour al-Din al-Zinki, Yasser al-Yussif, erklärte am Nachmittag, bisher sei niemand aus den Rebellengebieten fortgegangen. Er lehnte die Feuerpause als "große Lüge" ab.

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