Politik | Ausland
25.05.2018

Waffenlager der Hisbollah in Syrien von Raketen getroffen

Es sei davon auszugehen, das Israel die Raketen abgefeuert habe, heit es von der Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Ein Waffenlager der libanesischen Hisbollah-Miliz auf einem Militärflughafen in Syrien ist nach Angaben von Aktivisten am Donnerstag von Raketen getroffen worden. Es sei davon auszugehen, das Israel die Raketen abgefeuert habe, sagte der Chef der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman. Insgesamt gab es südwestlich der Stadt Homs sechs Explosionen.

Das Ziel sei aber verfehlt worden. Bei dem Militärflughafen handelt es sich demnach um die Luftwaffenbasis Dabaa in der zentralsyrischen Provinz Homs. Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana bestätigte, dass die Luftwaffenbasis das Ziel gewesen sei. Die syrische Luftwaffe habe die Raketen jedoch abgefangen, berichtete die Agentur unter Berufung auf Armeekreise.

Hisbollah auf Seite der Regierungstruppen

Die vom Iran unterstützte schiitische Hisbollah-Miliz kämpft in Syrien an der Seite der Regierungstruppen von Machthaber Bashar al-Assad. Israel flog in der Vergangenheit bereits mehrfach Angriffe auf Stellungen der Regierungstruppen in Syrien sowie auf dortige Militäreinrichtungen, die mutmaßlich vom Assad-Verbündeten Iran genutzt werden.

Für Israel ist es inakzeptabel, dass sich die iranischen Truppen in Syrien festsetzen. Einen Tag nach dem Ausstieg der USA aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran am 8. Mai flog die israelische Luftwaffe bisher beispiellose Angriffe auf dutzende Ziele in Syrien. Israel gab an, damit auf iranischen Raketenbeschuss auf die Golan-Höhen reagiert zu haben.

Die oppositionsnahe Beobachtungsstelle für Menschenrechte ist in Großbritannien ansässig und bezieht ihre Informationen von Aktivisten vor Ort, für Medien sind die Angaben nur schwer überprüfbar.