Politik | Ausland
09.05.2017

Vier tote Blauhelme in Zentralafrika

Nach einem Angriff auf die UN-Friedenstruppe in der Zentralafrikanischen Republik sind mindestens vier Soldaten tot und acht weitere verletzt.

Bei einem Angriff auf einen Konvoi der UN-Friedenstruppe in der Zentralafrikanischen Republik sind mindestens vier Blauhelmsoldaten getötet und acht weitere verletzt worden. Ein Soldat aus Bangladesch und acht Kämpfer der christlichen Anti-Balaka-Miliz wurden bei dem Gefecht bei Bangassou rund 500 Kilometer östlich der Hauptstadt Bangui getötet, wie die UN-Mission am Dienstag mitteilte.

Vier Blauhelmsoldaten - drei Kambodschaner und ein Marokkaner - galten nach dem Angriff vom Montag zunächst als vermisst, drei von ihnen wurden später tot aufgefunden. Nach dem vierten Soldaten wird noch gesucht. Die verletzten Blauhelme aus Marokko und Bangladesch seien nach Bangui ausgeflogen worden, wie die UN-Mission Minusca mitteilte. "Minusca verurteilt diesen schändlichen Angriff auf UN-Friedenstruppen auf das Schärfste", hieß es.

Die Zentralafrikanische Republik gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. 2013 rutschte das Land in einen Bürgerkrieg, in dem sich Milizen der christlichen Mehrheit und der muslimischen Minderheit gegenüberstanden. Knapp 900.000 Menschen sind nach UN-Angaben auf der Flucht, 2,2 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.