Politik | Ausland
20.02.2018

Viel weniger Ankünfte über Fluchtrouten in die EU

Die Ankünfte haben sich nach Westen verlagert. Statt Italien bekommt nun Spanien Druck zu spüren.

Die Zahl der illegal in die EU eingereisten Flüchtlinge und Migranten ist nach Angaben der Grenzschutzagentur Frontex 2017 um 60 Prozent zurückgegangen. Insgesamt seien im vergangenen Jahr noch knapp 205.000 Menschen über die verschiedenen Flüchtlingsrouten gekommen, sagte Frontex-Chef Fabrice Leggeri am Dienstag in Brüssel.

2016 seien es rund 511.000, zur Hochzeit der Migrationsbewegung 2015 sogar rund 1,8 Millionen Menschen gewesen. Mit mehr als 80 Prozent war der Rückgang den Angaben zufolge auf der östlichen Mittelmeerroute über die Türkei nach Griechenland besonders groß. Die EU hatte im März 2016 einen Flüchtlingspakt mit der Türkei geschlossen. Auch auf der zentralen Mittelmeerroute zwischen Libyen und Italien sei die Zahl der illegal Eingereisten seit Sommer rückläufig. Über diesen Weg kamen jedoch noch immer knapp 120.000 Menschen.

Gestiegen sei die Zahl der illegalen Grenzübertritte hingegen auf der westlichen Mittelmeerroute. "Spanien ist jetzt unter hohem Druck", sagte Leggeri.