Vatikan nimmt nicht an Trumps "Friedensrat" teil
Der Vatikan wird sich nicht an dem von US-Präsident Donald Trump gegründeten "Friedensrat" beteiligen. Zur Begründung verwies Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin am Dienstag auf die Rolle der UNO bei der Beilegung von Konflikten.
Auf internationaler Ebene sei es "vor allem die UNO, die Krisensituationen bewältigt", sagte Parolin. Dies sei aus Sicht des Heiligen Stuhls einer der "kritischen Punkte", die mit Blick auf das neue Gremium noch geklärt werden müssten.
Trump hatte den sogenannten Friedensrat im Jänner auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos als Konkurrenz zur UNO gegründet. Ursprünglich sollte das Gremium den Plan zur Beendigung des Krieges zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen überwachen. In der Gründungscharta, die mindestens 19 Länder unterzeichneten, wurde das Palästinensergebiet dann allerdings gar nicht erwähnt.
Mehrere eingeladene Staaten nehmen nicht am sogenannten Friedensrat teil, darunter auch Deutschland. Mehrere europäische Länder äußerten zudem starke Vorbehalte gegen das Gremium - unter anderem, weil Trump auch Kreml-Chef Wladimir Putin dazu eingeladen hatte. Am Donnerstag findet in Washington nun die erste Sitzung des viel kritisierten Gremiums statt.
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