Politik | Ausland
02.11.2018

"Vater" der afghanischen Taliban ermordet

81-jähriger Sami ul-Haq im pakistanischen Rawalpindi erstochen. Geistlicher mit großem Einfluss in Pakistan und Afghanistan.

Ein hoher pakistanischer Geistlicher, der als "Vater" der afghanische Taliban gilt, ist ermordet worden. Maulana Sami ul-Haq sei bei einem Messerangriff umgekommen, teilte sein Sohn Hamid ul-Haq am Freitag mit. Das Motiv sei unklar, hieß es von der Polizei.

Im Spital Verletzungen erlegen

Der 81-Jährige sei in seinem Haus in Rawalpindi nahe der pakistanischen Hauptstadt Islamabad von zwei Angreifern mit Messern attackiert worden. Er sei mit mehreren Stichwunden ins Krankenhaus gebracht worden, seinen Verletzungen aber erlegen, sagte der Sohn.

Ul-Haq leitete ein islamisches Seminar in der nördlichen Stadt Noshera und war Lehrer der meisten afghanischen Talibanführer, einschließlich des Gründers der Miliz, Mullah Omar, wie der Sprecher der pakistanischen Taliban, Yousaf Shah, mitteilte.

Sein Ruf als "Vater" der afghanischen Taliban ging auch auf seinen enormen Einfluss und den Respekt zurück, den er unter den Anführern der Milizen genoss. Er war Vorsitzender einer politischen Partei und wurde zweimal in den Senat, das Oberhaus des pakistanischen Parlaments, gewählt.