USA ziehen laut Medien sämtliche Truppen aus Syrien ab
Die USA ziehen einer Zeitung zufolge ihre gesamten Streitkräfte aus Syrien ab. Der Abzug der rund 1000 Soldaten von den verbliebenen Stützpunkten solle in den kommenden zwei Monaten erfolgen, berichtete das Wall Street Journal am Mittwoch unter Berufung auf drei US-Regierungsvertreter. Der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Sharaa erließ indes eine Generalamnestie für Inhaftierte.
In der vergangenen Woche hatte das US-Militär die Räumung eines strategisch wichtigen Standorts bekanntgegeben und diesen an die syrische Armee übergeben. Dies galt als Anzeichen für eine Verbesserung der Beziehungen zwischen Washington und Damaskus, die einen umfassenderen Rückzug ermöglichen könnte.
Die US-Truppen in Syrien konzentrierten sich zuletzt vor allem auf den Kampf gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS). Ursprünglich hatten die USA rund 2000 Soldaten im Land stationiert, die Zahl jedoch schrittweise reduziert.
20 Jahre Haft statt Lebenslänglich
Die von Sharaa per Dekret erlassene Amnestie gilt laut der staatlichen Nachrichtenagentur Sana für alle Straftaten, die vor dem Datum der Verkündung begangen wurden. Es geht vor allem um Strafminderungen. Lebenslange Freiheitsstrafen werden demnach in zeitlich befristete Haftstrafen von 20 Jahren umgewandelt. Lebenslange Zwangsarbeitsstrafen sollen auf 20 Jahre reduziert werden. Unheilbar Kranke und über 70-jährige Inhaftierte sollen von ihrer Haftstrafe befreit werden.
Ausgenommen seien jedoch ausdrücklich Straftaten, die schwere Menschenrechtsverletzungen gegen das syrische Volk darstellen. Auch schwere Verbrechen und schwerwiegende Missbräuche blieben eine Ausnahme.
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