US-Präsident Barack Obama und Israels Premier Benjamin Netanyahu

© REUTERS/KEVIN LAMARQUE

USA/Israel
10/02/2014

Scharfe US-Kritik an Israels Siedlungsplänen

Israel würde sich "sogar von seinen engsten Verbündeten entfernen". Netanyahu versteht die Kritik nicht.

Die USA haben neue israelische Siedlungspläne ungewöhnlich scharf kritisiert. Sollten die Pläne für den Bau von etwa 2.600 Häusern in einem besonders sensiblen Teil Ost-Jerusalems vorangetrieben werden, würde dies "Israel sogar von seinen engsten Verbündeten entfernen", sagte Regierungssprecher Josh Earnest am Mittwoch im Weißen Haus. Die USA gelten als engster und wichtigster Verbündeter Israels.

Zudem seien die Pläne "Gift für die Atmosphäre" zwischen Israel und Palästinensern, fügte Earnest hinzu. Die gesamte internationale Gemeinschaft werde eine derartige Entwicklung verurteilen. Sie stünden auch im Widerspruch zu Israels stets betontem Ziel, mit den Palästinensern eine Friedenslösung anzustreben. Nach einem Bericht der Jerusalem Post betreffen die Baupläne die Gegend Givat Hamatos in Ost-Jerusalem, die Palästinenser als Teil ihres künftigen Staates ansehen.

Netanyahu weist Kritik zurück

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat Kritik der USA am geplanten Bau von rund 2.600 Wohneinheiten im arabischen Ostteil Jerusalems zurückgewiesen. "Ich kann die Kritik nicht verstehen, und ich kann diese Position nicht akzeptieren", sagte Netanyahu nach israelischen Medienberichten vom Donnerstag in New York.

Die Baupläne betreffen die Gegend Givat Hamatos in Ost-Jerusalem, die Palästinenser als Teil ihres künftigen Staates beanspruchen. US-Regierungssprecher Josh Earnest hatte am Mittwoch gesagt, die Pläne würden "Israel sogar von seinen engsten Verbündeten entfernen". Sie seien zudem "Gift für die Atmosphäre" zwischen Israel und Palästinensern. Er bezog sich dabei auch jüdische Familien, die in 25 Wohnungen im Silwan-Viertel in Ost-Jerusalem eingezogen sind. Die ungewöhnlich scharfe Kritik kam kurz nach einem Treffen des US-Präsidenten Barack Obama mit Netanyahu.

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