USA hat zwei kubanische Diplomaten ausgewiesen
Nach mysteriöser Erkrankung mehrerer US-Diplomaten in Havanna hat Washington zwei kubanische Diplomaten ausgewiesen. Die beiden Botschaftsmitarbeiter seien bereits im Mai zur Ausreise aufgefordert worden, teilte das US-Außenministerium am Mittwoch mit. Zuvor hätten einige Mitarbeiter der US-Botschaft in Havanna über "Vorfälle" geklagt, die zu verschiedenen "körperlichen Symptomen" geführt hätten.
Einige US-Diplomaten hätten wegen der Erkrankung in die USA zurückkehren müssen. Die ersten dieser Fälle seien Ende 2016 bekannt geworden, sagte Außenamtssprecherin Heather Nauert. Zur Zahl der betroffenen US-Diplomaten und zur Art ihrer Symptome machte sie keine Angaben. "Als Folge davon haben wir zwei Kubaner aufgefordert, die USA zu verlassen und das haben sie", sagte die Sprecherin.
Die kubanische Regierung bestätigte die Angaben. Havanna hatte demnach gegen die Ausweisung der beiden Diplomaten protestiert und die US-Regierung aufgefordert, bei der Aufklärung der mysteriösen Vorfälle zusammenzuarbeiten.
Trump macht einen Schritt zurück
US-Präsident Donald Trump hatte im Juni eine Abkehr von der Kuba-Politik seines Vorgängers Barack Obama eingeleitet. Er nahm von Obama eingeführte Lockerungen bei den Reise- und Handelsbeschränkungen mit dem Karibikstaat zurück. Trump bezeichnete die kubanische Regierung als ein "grausames und brutales Regime" und machte die künftigen bilateralen Beziehungen von Fortschritten bei den Menschenrechten abhängig.
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