Epstein-Affäre: US-Handelsminister Lutnick vor Kontrollausschuss

Bis vor Kurzem hatte Howard Lutnick behauptet, 2005 die Verbindung zu Jeffrey Epstein abgebrochen zu haben.
US-Handelsminister Howard Lutnick nimmt an einem Interview im Weißen Haus teil.

Zusammenfassung

  • US-Handelsminister Howard Lutnick will vor dem US-Kontrollausschuss zu seinen Verbindungen mit Jeffrey Epstein aussagen.
  • Lutnick hatte fälschlicherweise behauptet, den Kontakt zu Epstein 2005 abgebrochen zu haben, obwohl Akten und eigene Aussagen spätere Treffen belegen.
  • Die Enthüllungen führten zu parteiübergreifenden Rücktrittsforderungen gegen Lutnick.

US-Handelsminister Howard Lutnick, einst Nachbar von Jeffrey Epstein in Manhattan, hat sich freiwillig zu einer Anhörung vor einem Kontrollausschuss des US-Repräsentantenhauses über seine früheren Verbindungen zu dem verurteilten Sexualstraftäter Epstein bereit erklärt, wie das Nachrichtenportal Axios berichtet. Lutnick sagte gegenüber Axios: "Ich freue mich darauf, vor dem Ausschuss zu erscheinen. Ich habe nichts Unrechtes getan und möchte die Dinge richtigstellen."

Lutnick besuchte Epsteins Privatinsel

Bis vor Kurzem hatte Lutnick behauptet, 2005 die Verbindung zu Epstein abgebrochen zu haben, nachdem er dessen Stadthaus in Manhattan besucht hatte, wo Epstein laut Behördenangaben sexuelle Handlungen mit minderjährigen Mädchen vorgenommen hatte. Als aber Millionen Akten aus den Ermittlungsunterlagen zu Epstein öffentlich gemacht wurden, zeigte sich, dass Lutnick und Epstein noch Jahre nach Epsteins Verurteilung wegen Anstiftung zur Prostitution einer Minderjährigen weiterhin miteinander kommunizierten und gesellschaftliche Kontakte pflegten. Lutnick gab später in einer Anhörung vor dem Senat zu, dass er 2012 Epsteins Privatinsel besucht hatte.

Rücktrittsforderungen

Die Enthüllung, dass Lutnick über das Ausmaß und den zeitlichen Verlauf seiner Verbindungen zu Epstein gelogen hatte, führte zu Rücktrittsforderungen von Demokraten und Republikanern und machte ihn zu einer der prominentesten politischen Persönlichkeiten des Landes, die nach der Veröffentlichung der Akten unter die Lupe genommen wurden.

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