Politik | Ausland
05.07.2018

Chef der US-Umweltbehörde zurückgetreten

Nach Serie von Skandalen. EPA-Chef Scott Pruitt war treibende Kraft hinter Trumps Ausstieg aus Pariser Klimavertrag.

Der Direktor der US-Umweltbehörde EPA, Scott Pruitt, ist nach einer Serie von Skandalen zurückgetreten. Präsident Donald Trump teilte am Donnerstag im Kurzbotschaftendienst Twitter mit, er habe das Rücktrittsgesuch Pruitts akzeptiert. Der EPA-Chef war durch Vorwürfe von Steuerverschwendung und anderer zweifelhafter Entscheidungen immer wieder in die Negativschlagzeilen geraten.

Im April unterschrieben mehr als 170 Kongressmitglieder der oppositionellen Demokraten einen Brief, in dem sie Pruitt zum Rücktritt aufriefen. Mindestens drei republikanische Abgeordnete im Repräsentantenhaus verlangten ebenfalls seinen Rücktritt oder seine Entlassung. Am Montag sorgte ein auf Facebook veröffentlichtes Video für Aufsehen, in dem eine Frau Pruitt in einem Restaurant zum Rücktritt auffordert. Der EPA-Chef solle diese Konsequenz ziehen "aufgrund dessen, was Sie der Umwelt und unserem Land antun", sagte die Lehrerin Kristin Mink mit Blick darauf, dass Pruitt den menschengemachten Klimawandel leugne.

Pruitt galt als einer der treibenden Kräfte hinter dem von Trump vor einem Jahr verkündeten Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen.