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Politik Ausland
12/23/2021

US-Marine: 1.400 wohl aus Iran geschmuggelte Gewehre beschlagnahmt

Waffenlieferung vermutlich für Huthi-Rebellen im Jemen bestimmt - Schmuggler-Schiff wurde versenkt.

Die US-Marine hat laut eigenen Angaben eine wohl aus dem Iran stammende illegale Waffenlieferung in den Jemen beschlagnahmt. An Bord eines staatenlosen Fischereischiffs im Arabischen Meer seien rund 1.400 Sturmgewehre sowie 226.000 Schuss Munition sichergestellt worden, teilte die US-Navy am Mittwoch (Ortszeit) mit. Die beschlagnahmte Waffenlieferung werde zerstört. Das Schiff, das die Ware schmuggelte, schätzte die Marine als Gefahr für die Schifffahrt ein und versenkte es.

Nach Einschätzung der US-Marine war das Schiff im Iran gestartet und in internationalen Gewässern entlang einer Route unterwegs, "die in der Vergangenheit für den illegalen Waffenhandel an die Huthis im Jemen benutzt wurde".

"Die direkte oder indirekte Lieferung, der Verkauf oder die Weitergabe von Waffen an die Huthis verstoßen gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrats und US-Sanktionen", teilte die US-Marine weiter mit. Bei der fünfköpfigen Besatzung des Fischerbootes handelte es sich um Jemeniten, die in das Land zurückgeschickt werden, wie es hieß.

Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen haben seit 2014 weite Teile des Jemen überrannt. Saudi-Arabien führt seit 2015 mit anderen Ländern auf der Seite der international anerkannten Regierung einen Militäreinsatz gegen die Huthis. Die UNO bezeichnet die Lage im Jemen als schlimmste humanitäre Krise der Welt.

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