NATO berichtet über Abzug russischer Truppen
Nach Informationen der Nato hat Russland große Teile seiner Soldaten aus der Ukraine abgezogen. „Es hat einen signifikanten Rückzug konventioneller Truppen aus der Ukraine gegeben“, teilte ein Nato-Sprecher am Mittwoch mit. Allerdings seien noch mehrere Tausend Soldaten in der Nähe der russisch-ukrainischen Grenze stationiert.
Das Militärbündnis hatte Russland wiederholt vorgeworfen, mit eigenen Einheiten in der Ostukraine aktiv zu sein und die prorussischen Separatisten im Kampf gegen die ukrainische Armee zu unterstützen. Russland bestreitet, reguläre Truppen in das Gebiet entsandt zu haben. Seit Anfang September gilt eine Waffenruhe in der Ostukraine. Zudem haben die Konfliktparteien die Einrichtung einer Pufferzone vereinbart.
Gefechte im Osten
Ungeachtet einer der Waffenruhe wird die ostukrainische Großstadt Donezk vor allem nachts weiter von Kampfhandlungen erschüttert. In der Nacht auf Mittwoch seien ein Wohnhaus und ein Umspannwerk teilweise zerstört worden, teilte die Stadtverwaltung mit. Über Tote oder Verletzte gab es keine Angaben.
In den von prorussischen Separatisten kontrollierten Regionen Luhansk (Lugansk) und Donezk gibt es immer wieder Berichte über Gefechte und Explosionen. Die von Regierungstruppen und Aufständischen vereinbarte Waffenruhe gilt seit dem 5. September. Geplant ist zudem eine entmilitarisierte Zone in einer Breite von 30 Kilometern. Diese soll ein Aufflammen der Kämpfe verhindern. Bei dem im April ausgebrochenen Konflikt starben bisher nach UN-Angaben mehr als 3.500 Menschen.
Flüchtlinge kehren zurück
Die Lage im Osten ist jedoch ruhiger als noch vor ein paar Wochen: Nach russischen Angaben kehren immer mehr vor den Kämpfen geflohene Ukrainer in ihre Heimat zurück. Der Leiter der Präsidialverwaltung, Sergej Iwanow, sprach bei einem Treffen mit ukrainischen Flüchtlingen von einer "heiligen Pflicht" Russlands, denjenigen zu helfen, die bleiben wollten. Vor allem strukturschwache Regionen des größten Landes der Erde hoffen auf einen Verbleib der Arbeitskräfte.
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