Politik | Ausland
30.07.2018

Trump würde iranische Führung treffen, "wann immer sie wollen"

Trump würde einem Treffen ohne Vorbedingungen zustimmen. Den Atomdeal bezeichnete er als "Papierverschwendung".

US-Präsident Donald Trump ist nach eigenen Worten dazu bereit, sich "jederzeit" und "ohne Vorbedingungen" mit dem iranischen Staatschef Hassan Rouhani zu treffen. Eine Woche nach seinen Drohungen an die Adresse Teherans sagte Trump am Montag in Washington: "Ich würde mich mit Iran treffen, wenn sie ein Treffen wollen."

Er wisse jedoch nicht, ob die iranische Führung zu einem Treffen derzeit bereit sei, fügte der US-Präsident während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem italienischen Regierungschef Giuseppe Conte hinzu.

Wenn ein sinnvolles Atomabkommen mit dem Iran getroffen werden könnte, dann wäre das "gut für sie, gut für uns, gut für die Welt". Das 2015 in Wien geschlossene Abkommen, aus dem die USA ausgestiegen sind, sei dagegen "eine Verschwendung von Papier" gewesen.

Erst vor einer Woche hatte Trump den iranischen Präsidenten gewarnt, "niemals wieder die USA" zu bedrohen, sonst werde dies härteste Konsequenzen zur Folge haben. Seine Drohung über den Kurzbotschaftendienst Twitter setzte der US-Präsident komplett in Großbuchstaben, um ihr besonderen Nachdruck zu verleihen. Zuvor hatte Rouhani den USA mit der "Mutter aller Schlachten" gedroht.

Trump war im Mai trotz weltweiter Kritik aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran ausgetreten, das Teheran für die nächsten Jahre daran hindern soll, die Fähigkeiten zur Herstellung von Atomwaffen zu erlangen. Der US-Präsident verhängte zugleich neue Finanz- und Handelssanktionen, die auch europäische Firmen zu treffen drohen.