Politik | Ausland
19.07.2018

Trump will sich erneut mit Putin zu bilateralem Gipfel treffen

US-Präsident beharrt auf "großem Erfolg" des Helsinki-Treffens.

Trotz der massiven Kritik in den USA an seinem gemeinsamen Auftritt mit Wladimir Putin in Helsinki will US-Präsident Donald Trump den russischen Staatschef erneut zu einem bilateralen Gipfel treffen. Helsinki sei ein "großer Erfolg" gewesen, schrieb Trump am Freitag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Nur die "wahren Feinde des Volkes, die Falschnachrichtenmedien", sähen dies nicht so.

Trump erkläre, er freue sich auf einen zweiten Gipfel mit Putin, um mit der Umsetzung einiger der "vielen bereits besprochenen Dinge zu beginnen". Als Themen nannte er unter anderem den Kampf gegen den Terrorismus und gegen Cyberattacken, die Lage im Nahen Osten und in der Ukraine, Handelsfragen und die Eindämmung der Verbreitung von Atomwaffen.

Alle diese Probleme ließen sich lösen, auch wenn die Antworten in manchen Fällen schwierig seien, twitterte Trump.

Sein Auftritt mit Putin in der finnischen Hauptstadt hat in den USA allerdings parteiübergreifend für Entrüstung gesorgt. Bei einer Pressekonferenz mit dem russischen Präsidenten hatte Trump es vermieden, die nach einhelliger Erkenntnis der US-Geheimdienste von Russland verübten Cyberattacken auf die US-Demokraten während des Wahlkampfs 2016 zu verurteilen. Stattdessen bewertete er Putins Beteuerung, Russland habe nichts mit diesen Hackerangriffen zu tun gehabt, als "extrem stark und kraftvoll".

Selbst manche Unterstützer Trumps warfen ihm daraufhin einen Kotau gegenüber Putin vor. Der US-Präsident verteidigte sich nach seiner Rückkehr nach Washington, indem er behauptete, sich bei der Pressekonferenz versprochen zu haben, und indem er sich zu den US-Geheimdiensten bekannte.

In einem Interview des Senders CBS News beteuerte der US-Präsident am Mittwoch zudem, er habe Putin bei ihrem Vier-Augen-Gespräch "sehr deutlich" wissen lassen, dass "wir keine Einmischung haben können, dass wir nichts dergleichen haben können".