Rob Ford stellt sich doch nicht der Wiederwahl

© APA/EPA/WARREN TODA

Kanada
09/13/2014

Torontos Skandalbürgermeister geht

Dafür kandidiert gleich sein Bruder für das Amt des Stadtchefs.

Kennen Sie noch Torontos Skandalbürgermeister Rob Ford? Er ist seit 2010 Bürgermeister von Kanadas größter Stadt und kämpfte im vergangenen Jahr gegen Vorwürfe, er habe sich mehrfach völlig betrunken, Crack geraucht, Kokain genommen und sei betrunken Auto gefahren. Rob Ford hatte die Anschuldigungen vehement bestritten und die Taten erst eingeräumt, als die Polizei eindeutige Beweise veröffentlichte. Obwohl ihn der Stadtrat daraufhin weitgehend entmachtet hatte, hielt der 45-Jährige an einer Wiederwahl fest - bis jetzt.

Ford wird sich wegen eines Tumors nicht mehr zur Wiederwahl stellen. Doch Abhilfe wird in der Familie geschaffen: Nur wenige Stunden später erklärte sich sein Bruder Doug bereit, das Spitzenamt in Kanadas Wirtschaftsmetropole zu übernehmen und im Oktober zu den Wahlen anzutreten, wie der "Toronto Star" am Samstag berichtete.

Gute Chancen

Nach Angaben des Blattes hat der ältere Ford keine schlechten Chancen, in die Fußstapfen seines Bruders zu treten. Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Forum Research platzierte den bisher vor allem als Geschäftsmann bekannten Doug Ford unmittelbar nach seiner ersten Rede als Nummer zwei in der Riege der aussichtsreichsten Kandidaten. Nummer eins ist der konservative Politiker John Tory mit 41 Prozent der Stimmen. Doug Ford wurde von 34 Prozent der Befragten unterstützt, hieß es. Zuspruch erhielt er vor allem von Wählern mit niedrigem Einkommen sowie Bewohnern der Randbezirke.

"Ich könnte jetzt vor dem Kampf meines Lebens stehen und die Menschen in Toronto sollen wissen, dass ich diesen Kampf führen und gewinnen werde", sagte Rob Ford am Freitag. Dem Rat seiner Familie und der Ärzte folgend müsse er sich auf seine Gesundheit konzentrieren. Einem Krankenhaussprecher zufolge hat Ford einen Tumor in seinem Bauch. Er habe seit drei Monaten Bauchschmerzen, die dann schlimmer geworden seien. Frühestens in einer Woche sei zu erkennen, ob der Tumor gut- oder bösartig sei.

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