70 Muslime festgenommen

Zwei Polizisten führen einen Mann in Zivil auf einer belebten Straße ab.
Polizei spricht von mutmaßlicher Verwicklung in terroristische Aktivitäten.

Wegen Terrorverdachts sind in der russischen Metropole St. Petersburg fast 300 Muslime festgenommen worden. Zu den 271 Verdächtigen zählten auch usbekische, tadschikische und aserbaidschanische Staatsbürger, teilte die Ermittlungsbehörde am Samstag mit. Auch Muslime aus dem Nordkaukasus sowie ein Ägypter und ein Afghane würden wegen ihrer mutmaßlichen Verwicklung in "terroristische Aktivitäten" überprüft. Den Festgenommenen werde "Aufruf zu Terrorakten" oder "Aufstachelung vorgeworfen, hieß es in der Mitteilung, die keine weiteren Details nannte.

Die Festnahmen erfolgten bei einem gemeinsamen Einsatz der Polizei und des Inlandsgeheimdienstes FSB auf dem Apraskin-Dwor-Markt im Zentrum von St. Petersburg. Dort arbeiten viele Zuwanderer aus Zentralasien und dem Kaukasus. FSB-Sprecher Dmitri Kotschetkow sagte einem örtlichen Fernsehsender, bei dem Einsatz seien auch extremistische Schriften beschlagnahmt worden.

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