Terorwarnstufe drei derzeit in Belgien

© APA/EPA/OLIVIER HOSLET

Belgien
12/03/2015

Terror in Paris: Zwei neue Verdächtige verhaftet

In Belgien wurden die beiden schon am Sonntag verhaftet. Nun wurden sie angeklagt.

In Belgien sind nach den Anschlägen von Paris Strafverfahren gegen zwei weitere Verdächtige eingeleitet worden. Die Verfahren wegen "Beteiligung an Aktivitäten einer terroristischen Vereinigung" seien bereits am Sonntag direkt nach den Festnahmen eröffnet worden, erklärte die Generalstaatsanwaltschaft am Donnerstag in Brüssel.

Bei den Verdächtigen handelt es sich demnach um den 1995 geborenen Franzosen Samir Z. und den 1987 geborenen Belgier Pierre N.

Samir Z. wurde laut Generalstaatsanwaltschaft am Brüsseler Flughafen Zaventem festgenommen, als er ein Flugzeug nach Marokko besteigen wollte. Er könnte in der Vergangenheit mindestens zwei Mal versucht haben, nach Syrien zu gelangen, erklärte die Behörde weiter. Zudem sei er verdächtig, ein Bekannter von Bilal Hadfi gewesen zu sein. Hadfi gehörte zu den Attentätern von Paris - er hatte sich am Stade de France in die Luft gesprengt. Pierre N. wurde den Angaben zufolge in seiner Wohnung im Brüsseler Brennpunkt-Stadtteil Molenbeek festgenommen.

Nach den Anschlägen in der französischen Hauptstadt vom 13. November mit 130 Toten hatten verschiedene Spuren nach Brüssel geführt. Dort hatten ein Teil der Attentäter sowie der flüchtige mutmaßliche Mittäter Salah Abdeslam gelebt. Immer wieder gab es dort in den vergangen Wochen Razzien und Festnahmen insbesondere im Stadtteil Molenbeek. Ein großer Teil der Festgenommenen wurde später wieder auf freien Fuß gesetzt. Einschließlich der beiden neuen Fälle wurden laut Generalstaatsanwaltschaft bisher acht Strafverfahren eingeleitet.

Razzien in Deutschland

Auch in Deutschland gab es weitere Razzien. Spezial-Einsatzkräfte haben in Düsseldorf und Schwelm die Häuser und Wohnungen von Islamisten durchsucht. Vier Menschen werden verdächtigt, wie die verantwortliche Berliner Staatsanwaltschaft mitteilte. Sie sollen versucht haben, sich in Berlin gefälschte französische Pässe zu besorgen.

Erkenntnisse über einen möglichen Zusammenhang zu den Terror-Anschlägen in Paris am 13. November gebe aber es nicht, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Auch seien keine Hinweise bekannt über einen möglichen terroristischen Hintergrund. Festgenommen wurde niemand.

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