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Politik Ausland
03/18/2019

Syrische Regierung droht Kurden mit Rückeroberung ihrer Gebiete

Der syrische Verteidigungsminister gibt den Kurden die Wahl zwischen Kämpfen oder Verhandlungen.

Die syrische Regierung will die kurdischen Gebiete im Nordosten entweder im Zuge von Verhandlungen oder durch Gewalt wieder unter ihre Kontrolle bringen. Die syrischen Kurden hätten die Wahl, ein "Versöhnungsabkommen" mit der Regierung zu schließen oder sich einer Militäroffensive zu stellen, sagte der syrische Verteidigungsminister Ali Ajjub am Montag bei einer Pressekonferenz mit den iranischen und irakischen Generalstabschefs.

Der syrische Machthaber Bashar al-Assad hat immer wieder erklärt, jeden Quadratmeter des syrischen Territoriums wieder unter seine Kontrolle bringen zu wollen. Die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) kontrollieren rund ein Drittel Syriens, nachdem sie mit Unterstützung der US-geführten Koalition gegen den Islamischen Staat (IS) den Nordosten und große Teile des Euphrattals von der Jihadistenmiliz erobert haben.

Die Türkei betrachtet die Präsenz der syrischen Kurdenmiliz an ihrer Grenze aber als Bedrohung, da sie eng mit der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) verbunden ist, die seit Jahrzehnten gegen den türkischen Staat kämpft. Angesichts von Drohungen Ankaras mit einer Offensive gegen die YPG hat diese Verhandlungen mit der Regierung in Damaskus aufgenommen, doch lehnt diese es bisher ab, den Kurden Autonomie zuzugestehen.