Politik | Ausland
29.04.2018

Syrische Armee erobert Dörfer östlich des Euphrat

Gebiete waren bisher in der Hand der Syrischen Demokratischen Streitkräfte.

Die syrische Armee hat nach Berichten des staatlichen Fernsehens in dem Bürgerkriegsland mehrere Dörfer von US-unterstützten Rebellen nahe der Grenze zum Irak erobert. Es handle sich um Gebiete, die bisher von den von den USA unterstützten Syrischen Demokratischen Streitkräften (SDF) gehalten worden seien.

Zur SDF gehören auch Kämpfer der kurdischen YPG-Miliz. Die Kurden kontrollieren in Syrien das Gebiet östlich des Euphrat. SDF-Vertreter waren zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Allerdings hatte die Miliz zuvor Kämpfe mit der syrischen Armee in der Ortschaft Janin nahe des Euphrat gemeldet.

Die SDF hatte unter Federführung der YPG im vergangenen Jahr die Islamisten-Miliz IS weitgehend aus der Provinz Deir ez-Zor östlich des Euphrat verdrängt. Dabei blieb sie weitestgehend unbehelligt von der syrischen Armee, die sich auf die Rückeroberung und Kontrolle der Gebiete westlich des Euphrat konzentrierte und derzeit in heftige Gefechte um eines der letzten Rebellengebiete nahe der Hauptstadt Damaskus verwickelt ist.

Nach Berichten staatlicher Medien und Zeugen zogen die Regierungstruppen am Sonntag dort ihren Ring um das ehemalige Palästinenserlager Jarmuk immer enger, wo sich noch schätzungsweise 1.500 bis 2.000 IS-Kämpfer verschanzt haben.