Politik | Ausland
02.04.2018

Syrien: Offenbar Abzug der letzten Rebellen aus Duma im Gange

Syrische Staatsmedien melden, die Kämpfer sollen in das Rebellengebiet nach Nordsyrien gebracht werden.

In der syrischen Region Ost-Ghouta haben die letzten Rebellen laut staatlichen Medienberichten vom Montag mit dem Abzug begonnen. Zwei Busse sollten die ersten Kämpfer der Gruppierung Jaish al-Islam und ihre Angehörigen aus der früheren Rebellenhochburg bei Damaskus bringen, berichtete das syrische Staatsfernsehen. Ihr Ziel sei Jarabulus in Nord-Syrien, das noch von Rebellen kontrolliert wird.

Am Sonntag hatten syrische Medien, Russland und Aktivisten gemeldet, dass Jaish al-Islam einer Vereinbarung zum Abzug aus dem letzten von Rebellen gehaltenen Gebiet in Ost-Ghouta zugestimmt habe. Die Gruppierung selbst bestätigte dies nicht.

Mit massiven Luftangriffen, Belagerungen und Vorstößen am Boden hatten die syrische Armee und die verbündete russische Luftwaffe die Rebellen seit Beginn der Offensive Mitte Februar immer stärker in Bedrängnis gebracht. Nach und nach brachen sie den Widerstand und übernahmen frühere Rebellenbastionen. Nur das städtische Zentrum von Duma befand sich zuletzt noch unter Kontrolle von Rebellen.

Für Syriens Machthaber Bashar al-Assad wäre die komplette Rückeroberung von Ost-Ghouta ein großer Sieg. Wegen ihrer Nähe zu Damaskus hat die Region eine besondere strategische und symbolische Bedeutung.