Politik | Ausland
03.12.2018

Syrien: Militärkoalition tötete ranghohen Jihadisten

Der IS-Kämpfer soll an der Enthauptung eines US-Entwicklungshelfer beteiligt gewesen sein.

Die US-geführte Militärkoalition hat bei einem Luftangriff in Syrien nach eigenen Angaben einen ranghohen Kämpfer der Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) getötet, der an der Enthauptung eines US-Entwicklungshelfers beteiligt gewesen sein soll. Der Islamist Abu al-Umarayn sei an der Tötung von Peter Kassig und anderer Geiseln beteiligt gewesen, so ein Sprecher der Militärkoalition am Montag.

Er sei zudem als "unmittelbare Bedrohung" für die Koalitionstruppen eingestuft worden. Kassig, ein früherer US-Soldat, hatte sich seit 2012 für syrische Bürgerkriegsflüchtlinge engagiert und unter anderem eine Hilfsorganisation gegründet. Im Oktober 2013 wurde er in Syrien verschleppt und im November 2014 im Alter von 26 Jahren getötet. In einem IS-Video war sein abgeschlagener Kopf zu sehen.

IS-Miliz kontrolliert noch wenige Dörfer

Am Sonntagabend hatte die Militärkoalition mitgeteilt, der IS-Kämpfer al-Umarayn sei das Ziel von Luftangriffen in der syrischen Wüste gewesen, wo die IS-Miliz noch einige Gebiete kontrolliert. Am Montag sagte der Koalitionssprecher Sean Ryan, al-Umarayn sei bei dem Angriff getötet worden. Nähere Informationen sollen nach einer "vollständigen Prüfung" des Falls bereitgestellt werden.

Die US-geführte Militärkoalition hatte seit 2014 Angriffe auf die IS-Miliz und andere Jihadistengruppen im Irak und in Syrien geflogen. Die IS-Miliz kontrolliert inzwischen nur noch wenige Dörfer in der syrischen Badia-Wüste östlich des Euphrat, nachdem sie in den vergangenen Jahren praktisch aus allen anderen Gebieten vertrieben wurde.