Politik | Ausland
08.08.2018

Syrien: Asma al-Assad ist an Brustkrebs erkrankt

Die 42-jährige Ehefrau des syrischen Machthabers wird vermutlich in einem Armeekrankenhaus behandelt.

Asma al-Assad, die Ehefrau von Syriens Machthaber Bashar al-Assad, ist an Brustkrebs erkrankt. Das Präsidialamt in Damaskus teilte am Mittwoch auf seiner offiziellen Twitter-Seite mit, die 42-Jährige habe einen bösartigen Brusttumor, der jedoch früh erkannt worden sei.

Al-Assad werde offenbar in einem Armeekrankenhaus behandelt, hieß es auf Spiegel Online. Auf dem Bild, das die dreifache Mutter gemeinsam mit ihrem Mann zeigt, sei nämlich eine Bettdecke zu sehen, auf der das arabische Wort "Askari" steht, auf Deutsch: "militärisch".

Asma al-Assad wurde 1975 als Tochter des sunnitischen Arztes Fawaz Akhras aus Homs in London geboren und verbrachte die ersten 25 Jahre ihres Lebens in Großbritannien. Sie besuchte die Mädchenschule Queen's College und studierte anschließend Informatik am Londoner King's College. Nach ihrem Abschluss arbeitete Asma in der britischen Hauptstadt als Finanzanalystin für die Deutsche Bank und als Investmentbankerin für J. P. Morgan. In Großbritannien lernte sie auch Assad kennen, der in den 1990er-Jahren in London Augenheilkunde studierte.

Das Paar heiratete 2000. Im selben Jahr wurde Bashar mit 97 Prozent zum syrischen Präsidenten gewählt. Mit dem neuen Staatschef und seiner anscheinend von westlichen Idealen geprägten Frau keimte in dem arabischen Land die Hoffnung auf einen demokratischen Wandel.

Asma al-Assad begleitete ihren Mann auf Auslandsreisen, darunter auch nach Österreich, und verkörperte an der Seite des Präsidenten das moderne Gesicht Syriens. Dieses Image begann zu bröckeln, als ihr Ehemann 2011 gewaltsam gegen friedliche Proteste vorging, woraufhin sich der Konflikt zu einem Bürgerkrieg entwickelte.