Politik | Ausland
24.06.2017

Sturm auf Mosul: Hunderte Zivilisten getötet

Irakische Truppen erobern die Altstadt von Mosul zurück, UNO fürchtet, dass die Zahl der zivilen Opfer in die hunderte geht.

Während der Offensive irakischer Truppen gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in der Altstadt von Mosul (Mossul) sind nach Schätzungen der Vereinten Nationen Hunderte Zivilisten getötet oder verletzt worden.

Es gebe Berichte, wonach Tausende bis Zehntausende Einwohner als lebende Schutzschilde missbraucht würden, sagte die UNO-Koordinatorin für humanitäre Hilfe im Irak, Lise Grande, am Samstag. Hunderte Unbeteiligte, darunter Kinder, seien erschossen worden.

Irakische Truppen hatten am zurückliegenden Sonntag mit der Offensive auf die dicht besiedelte Altstadt von Mosul begonnen. Das Zentrum ist das letzte Gebiet der Stadt noch unter der Herrschaft des IS. Grande zufolge sind noch immer 100.000 bis 150.000 Zivilisten in dem umkämpften Viertel gefangen.

Der Irak hatte im vergangenen Herbst mit der Offensive auf die wichtigste Stadt des Landes unter Kontrolle des IS begonnen. Nach der Befreiung des Ostteils von Mosul begannen die Streitkräfte im Februar mit dem Sturm auf West-Mosul.