USA

Streit um Schuss auf Bin Laden

Ein Mann lächelt vor einem Förderturm im Schnee.
Nachdem er sich in die Öffentlichkeit wagte, spekulieren Medien, ob O'Neill wirklich der Todesschütze war.

Da stand er dann, Bin Laden. Er hatte seine Hände auf den Schultern einer Frau, die er vor sich schob." Durch seine Nachtsichtbrille habe er den El-Kaida-Chef trotz Dunkelheit eindeutig erkannt und abgedrückt. So schildert Robert O’Neill im Interview mit der Washington Post, wie er den meistgesuchten Terrorchef der Welt im Mai 2011 in dessen Haus in Pakistan zur Strecke brachte. Zuvor habe ein Schuss des Frontmannes der Kommandoeinheit der Navy Seals Osama bin Laden noch verfehlt.

Laut New York Times glauben Militärs und ehemalige Mitstreiter des Navy Seals, dass O’Neill den Terrorchef erst nach einem tödlichen Schuss eines Kollegen traf, um sich damit zu vergewissern, dass Bin Laden wirklich tot sei. Ein anderer Elitesoldat hatte in einem unter einem Pseudonym verfassten Buch vor zwei Jahren wiederum einen dritten, nicht namentlich genannten Soldaten als Todesschützen benannt.

O’Neill hätte kommende Woche in einer Dokumentation des Senders Fox News als der bisher unbekannte Todesschütze geoutet werden sollen. Aus Protest gegen O’Neills geplanten Gang an die Öffentlichkeit nannte die von ehemaligen Seals-Kameraden betriebene Internetseite Sofrep den Namen schon diese Woche.

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