Politik | Ausland
16.08.2018

Soros-Stiftung verlässt Budapest endgültig am 31. August

Das Berliner Büro werde sich um Ungarn kümmern, sagt der Sprecher der Open Society Foundation (OSF), Daniel Makonnen.

Die Stiftung des ungarischstämmigen US-Milliardärs George Soros schließt ihr Büro in Budapest endgültig am 31. August und zieht nach Berlin um. Das Berliner Büro werde sich um Ungarn kümmern, sagt der Sprecher der Open Society Foundation (OSF), Daniel Makonnen, am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP in Budapest.

Die Entscheidung folgt einer seit Monaten anhaltenden Kampagne der rechtsnationalen ungarischen Regierung unter Ministerpräsident Viktor Orban gegen Soros. Orban hatte Soros wiederholt beschuldigt, über seine Stiftung von außen eine "Masseneinwanderung" in die EU zu steuern und den US-Milliardär unter anderem als "Staatsfeind" bezeichnet.

Im Juni verabschiedete das Parlament in Budapest ein "Stop-Soros"-Gesetz, das die Arbeit von Nichtregierungsorganisationen stärker reglementiert und Flüchtlingshelfer mit Gefängnisstrafen bedroht. Die Soros-Stiftung, die ihren Hauptsitz in New York hat, unterstützt zahlreiche NGOs weltweit.