Politik | Ausland
30.04.2018

Selbstmordanschläge in Kabul: Mindestens 21 Tote

Bei den Opfern soll es sich ausschließlich um Zivilisten handeln, auch ein Pressefotograf unter den Getöteten.

 Bei einem Doppelanschlag in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind am Montag mindestens 21 Menschen getötet worden. Mindestens 27 weitere Menschen seien verletzt worden, teilte das afghanische Gesundheitsministerium mit. Eine Journalistin der Nachrichtenagentur AFP zählte allein in einem Krankenhaus 14 Leichen, die dorthin gebracht worden waren.

Unter den Toten ist auch der AFP-Fotograf Shah Marai. Er war nach einem ersten Selbstmordanschlag zum Anschlagsort geeilt. Als sich dort ein zweiter Selbstmordattentäter inmitten von Journalisten in die Luft sprengte, wurde der Fotograf tödlich verletzt. Die Anschläge ereigneten sich in der Nähe des Sitzes des Geheimdienstes NDS.

Wenig später wurde Berichten zufolge ein zweite Bombe in demselben Stadtviertel gezündet. Diese explodierte, als Helfer sich um die Verletzten des ersten Anschlags kümmerten.

In der Provinz Nangarhar wurde außerdem bei einem Anschlag ein Polizeimitarbeiter getötet. Fünf weitere Menschen seien verletzt worden, berichtete der Sender 1 TV News bei Twitter unter Berufung auf die Behörden.