Politik | Ausland
09.11.2018

Schwere Explosionen erschütterten Zentrum von Mogadischu

Mindestens 32 Tore bei islamistischem Anschlag in der Hauptstadt von Somalia.

Bei einem schweren Bombenanschlag auf ein Hotel in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen, darunter sechs Angreifer der radikalislamistischen Terrororganisation Al-Shabaab. Mindestens 19 der übrigen Opfer des Angriffs auf das Hotel Sahafi am Freitag seien Zivilisten gewesen, sagte der Polizeibeamte Ali Hassan Kulmiye.

Nach Polizeiangaben begann der Anschlag, als sich zwei Selbstmordattentäter in ihren Autos am Eingang des Hotels in die Luft sprengten, gefolgt von einer weiteren Detonation auf der Rückseite des Hotels. Vier Al-Shabaab-Kämpfer, die Militäruniformen trugen und das Hotel stürmen wollten, wurden der Polizei zufolge von Sicherheitsleuten getötet. Das Hotel nahe der belebten Kreuzung "Kilometer vier" unweit des Flughafens ist unter anderem bei somalischen Regierungsvertreten beliebt.

Die Detonationen waren in Mogadischu weithin zu hören, gefolgt vom Knattern automatischer Waffen; zudem stiegen über der Stadt große Rauchsäulen auf, wie ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur berichtete. Al-Shabaab bekannte sich zu dem Attentat.

Gescheiterter Staat

Somalia ist nach einem Bürgerkrieg in den 90er-Jahren weiterhin instabil. Die islamistische Al-Shabaab-Miliz kämpft in dem Land am Horn von Afrika gegen die international anerkannte Regierung und verübt immer wieder schwere Anschläge mit vielen Toten.

Truppen der Afrikanischen Union (AU) und der somalischen Armee hatten die Miliz 2011 aus Mogadischu vertrieben. Die bewaffneten Rebellen sind aber weiterhin im Land aktiv. Neben Angriffen auf somalische oder ausländische Militärstützpunkte verüben sie immer wieder auch Anschläge in Mogadischu.

Außer AU-Truppen sind in dem ostafrikanischen Staat zur Unterstützung der Regierung auch EU-Soldaten als Berater und Ausbilder im Einsatz. Die USA beteiligen sich mit Luftangriffen am Kampf gegen die Al-Shabaab-Miliz.