Christmas Day in Bakhmut

© REUTERS / CLODAGH KILCOYNE

Politik Ausland

Ukraine lehnt von Russland angekündigte Feuerpause ab

Der russische Präsident an, ab Freitagmittag, bis Samstagmitternacht einen Waffenstillstand in der Ukraine umzusetzen. Die Ukraine lehnt dies ab.

01/05/2023, 06:35 PM | Aktualisiert am 01/05/2023, 06:35 PM

Russland strebt zum orthodoxen Weihnachtsfest eine 36-stündige Feuerpause in der Ukraine an. Russlands Präsident Wladimir Putin habe den Verteidigungsminister laut Kreml angewiesen, dass die russischen Truppen zwischen dem 6. Jänner, 12.00 Uhr (10.00 Uhr MEZ) und dem 7. Jänner, 24.00 Uhr (22.00 Uhr MEZ) das Feuer einstellen. Zuvor hatte bereits das Oberhaupt der Russisch-Orthodoxen Kirche, Patriarch Kirill, für eine Waffenruhe über das orthodoxe Weihnachtsfest plädiert.

Damit alle Orthodoxen die Gottesdienste besuchen könnten, sollten die Waffen zwischen Freitag 12.00 Uhr und Samstag 24.00 Uhr schweigen, sagte Kirill, der den russischen Präsidenten Putin unterstützt.

Ukraine lehnt Waffenruhe ab

Die Ukraine lehnt die von Moskau angekündigte Feuerpause zum orthodoxen Weihnachtsfest als scheinheilig ab. Russland müsse sich zunächst aus den besetzten Gebieten zurückziehen, twitterte am Donnerstag der Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Mychailo Podoljak. Nur dann könne es eine vorübergehende Waffenruhe geben.

Podoljak warf der russisch-orthodoxen Kirche dabei Kriegspropaganda vor. Sie habe den "Massenmord" an Ukrainern und die Militarisierung Russlands angezettelt, erklärte er. "Die Erklärung der russisch-orthodoxen Kirche zum 'Weihnachtsfrieden' ist eine zynische Falle und ein Propaganda-Stück."

Invasion stockt

Unterdessen scheint die russische Invasion zum Teil von unabhängiger Seite nicht überprüfbaren Informationen zufolge zu stocken. Die russischen Streitkräfte erlitten in der zweiten Jahreshälfte 2022 mehrere Niederlagen. Sie verloren dabei mehr als die Hälfte des Gebietes, das sie seit Februar eingenommen hatte.

In den vergangenen Wochen haben sich die Frontlinien dagegen offenbar nur vergleichsweise wenig verändert. Tausende Soldaten sollen bei schweren Kämpfen gestorben sein. Russland führt regelmäßig Luftangriffe auf ukrainische Infrastruktur aus, die zu massiven Stromausfällen geführt haben.

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