Politik | Ausland
04.08.2018

Russland bestätigt Vorschlag der Kooperation mit USA in Syrien

Verteidigungsministerium in Moskau: Soll auch Kooperation bei der Beseitigung von Minen geben.

Russland hat bestätigt, dass es den USA eine Zusammenarbeit bei der Rückkehr von Flüchtlingen in das Bürgerkriegsland Syrien vorgeschlagen hat. Laut dem Verteidigungsministerium hat der russische Generalstabschef Waleri Gerassimow in einem Schreiben an den Vorsitzenden des Gemeinsamen Stabs des US-Militärs, Joseph Dunford, auch eine Kooperation bei der Beseitigung von Minen angeregt.

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte unter Berufung auf ein Memorandum der US-Regierung von der russischen Initiative berichtet. Das Schreiben Gerassimows datiert demnach vom 19. Juli.

Der Vorschlag beim Thema Flüchtlinge betreffe das Lager Rukban, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Gerassimow habe sich in seinem Schreiben bereiterklärt, mit der syrischen Führung in Damaskus über Sicherheitsgarantien für in Rukban untergekommene Flüchtlinge zu sprechen. Es solle auch darüber beraten werden, die Bedingungen für die Rückkehr der Menschen in ihre Heimat zu schaffen. Russland unterstützt den syrischen Präsidenten Bashar al-Assad im Kampf gegen Aufständische.

Rukban liegt innerhalb einer 55 Kilometer breiten sogenannten Deeskalationszone, die von den Vereinten Nationen errichtet wurde. Das Lager befindet sich in der Nähe der syrisch-irakischen Grenze.

Nach UNO-Schätzungen dürfte der Wiederaufbau des Bürgerkriegslandes mindestens 250 Milliarden Dollar kosten. Rund 5,6 Millionen Syrier sind ins Ausland geflohen, 6,6 Millionen wurden zudem durch die Kämpfe im Inland vertrieben.