Politik | Ausland
01.04.2018

Russische Diplomaten verlassen Botschaft in Washington

Am Samstag verließen rund 50 Personen die russische Botschaft in Washington und fuhren mit einem Bus zum Flughafen.

Die Ausweisung von Diplomaten im Zuge der Skripal-Affäre geht weiter. Am Samstag verließen rund 50 Männer, Frauen und Kinder die russische Botschaft in Washington und fuhren mit einem Bus Richtung Flughafen, wie ein AFP-Reporter aus der US-Hauptstadt berichtete. Insgesamt sollten am Samstag 171 Menschen - 60 Diplomaten und ihre Familien - die USA in zwei russischen Regierungsflugzeugen verlassen.

Unterdessen fuhren vor dem US-Konsulat in St. Petersburg, der zweitgrößten Stadt Russlands, die Umzugswagen vor. Die US-Flagge wurde abgenommen. Moskau hatte die Schließung angeordnet, nachdem Washington die Schließung des russischen Konsulats in Seattle verfügt hatte.

Hintergrund des diplomatischen Streits mit Moskau ist der Giftanschlag auf den russischen Ex-Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter Julia in Großbritannien. Die Regierung in London macht Moskau für das Attentat am 4. März in Salisbury verantwortlich. Russland bestreitet die Vorwürfe.

Wegen des Vorfalls verfügten mehr als 20 Länder, darunter neben Großbritannien auch die USA und Deutschland, die Ausweisung russischer Diplomaten. Russland reagierte ebenfalls mit der Ausweisung dutzender Diplomaten.