Politik | Ausland
13.08.2018

Rechtsextreme Demonstration in Washington endete vorzeitig

Rechtsextremisten hatten zu der Demonstration unter dem Motto "Unite the Right 2" aufgerufen.

In Washington haben sich zum Jahrestag der gewaltsamen Proteste von Charlottesville am Sonntag schätzungsweise zwei Dutzend weiße Nationalisten sowie Tausende Gegendemonstranten versammelt. Die Polizei war mit einem großen Aufgebot präsent und hielt die beiden Kundgebungen in der Nähe des Weißen Hauses getrennt. Bis zum Abend habe es keine Festnahmen gegeben, teilte die Polizei mit.

Über die Zahl der Demonstranten beider Gruppen machte sie keine Angaben. Rechtsextremisten hatten zu der Demonstration unter dem Motto "Unite the Right 2" aufgerufen. Nach zwei Stunden und einigen Reden endete diese Kundgebung vorzeitig im Regen.

Jahrestag von Charlottesville

Vor einem Jahr war es in Charlottesville im US-Staat Virginia bei Kundgebungen von Rechtsextremisten und Gegendemonstranten zu Ausschreitungen gekommen. Eine Frau wurde getötet, als ein Mann mit dem Wagen in die Gruppe der Gegendemonstranten fuhr. Die Rechtsextremisten protestierten gegen die geplante Entfernung einer Statue von General Robert E. Lee, der im amerikanischen Bürgerkrieg die Truppen der Konföderierten anführte.

Damals hatte US-Präsident Donald Trump sowohl Rechtsextremisten als auch Gegendemonstranten für die Gewalt in Charlottesville verantwortlich gemacht. An diesem Samstag verurteilte er anlässlich des Jahrestages auf Twitter "alle Formen von Rassismus".