Schiff ahoi - Befürworter der AfD

© Reuters/TOBIAS SCHWARZ

Deutschland
09/13/2014

Rechte AfD rüstet zum Einzug in zwei Landtage

Der Aufstieg der Partie "Alternative für Deutschland" könnte fortgesetzt werden.

Die morgigen Wahlen in Brandenburg und Thüringen haben einen Favoriten: Die Euro-kritische "Alternative für Deutschland" (AfD). Sie hat laut Umfragen beste Chancen, auch in die Landtage in Potsdam und Erfurt zu kommen. Es wären weitere Stationen beim Aufstieg der Rechtspartei: Vor zwei Wochen kam sie in Sachsen mit 9,7 Prozent erstmals in einen Landtag.

Im Gegensatz zur Europawahl, wo sie schon sieben Prozent erreicht hatte, machte die AfD jetzt einen schrillen Protestwahlkampf für die zusammen drei Millionen Wähler. Diesmal rückte sie von ihrem Kernthema, der Kritik an Merkels ,Euro-Rettung‘, ab und konzentrierte sich auf anderes: dezidierten Antiamerikanismus mit Ablehnung des transatlantischen Handelsabkommens bis zur Verteidigung Putins und klar fremdenfeindliche Töne. Das zieht offenbar bisherige Wähler aller Parteien inklusive der "Linken" und viele der im Osten besonders häufigen Nichtwähler an.

CDU-Bedrohung

Weil schon in Sachsen der größte Zulauf von der CDU und der zerbröselnden FDP kam, gilt die AfD als größere und langfristigere Bedrohung der CDU von Kanzlerin Merkel als es die kurzlebigen "Piraten" für die SPD waren.

Dass die SPD in Thüringen die erwartete Mehrheit von Rot-Rot-Grün nutzt, um den Kandidaten von deren stimmenstärksten "Linken" zum ersten Linken-Regierungschef eines Landes zu machen, gilt als unwahrscheinlich. Somit dürften Brandenburgs SPD-Ministerpräsident und Thüringens aktuelle CDU-Regierungschefin bleiben können.

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