NSU soll Schröder-Attentat geplant haben
Deutsche Medien berichten, dass die rechtsextreme Gruppe auch den damaligen Kanzler im Visier hatte.
Der NSU-Prozess im bayerischen München hat erneut für eine Enthüllung gesorgt, wie deutsche Medien berichten: Wie eine Kriminalbeamtin jetzt berichtete, dürfte die rechtsextreme Terror-Gruppe in ihrer aktiven Zeit auch den damaligen Kanzler Gerhard Schröder als mögliches Ziel eines Attentates bestimmt haben.
Die Annahme basiert auf Materialien, die im Unterschlupf der Zwickauer Zelle beschlagnahmt worden waren – jenes Haus, das die Hauptangeklagte
Beate Zschäpe im Jahr 2011 in die Luft sprengte. Die Daten einer Festplatte enthielten eine Fotomontage mit dem Konterfei Schröders, der hinter Gittern sitzt und einen Judenstern auf der Brust trägt. Der Text darauf: „You are the next one“.
Am Dienstag wurden diese Ermittlungsergebnisse erstmals auch im Gerichtssaal zur Sprache gebracht. Dabei wurde auch offensichtlich, dass die Terror-Zelle das Vorhaben wieder ad acta gelegt hatte – denn auf dem Bekenner-Video, in dem sich die drei zu ihren Taten bekannten, ist die Datei nicht zu finden. Auch weitere Belege für eine Planung eines solchen Attentates wurden nicht sichergestellt.
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