Sicherheitsminister Dragan Mektic sieht Parallelen zum Ibiza-Video und fordert Konsequenzen.

© APA/AFP/ELVIS BARUKCIC

Politik Ausland
05/29/2019

Proteste in Sarajevo nach Video über angebliche Bestechung

Bosniens Sicherheitsminister Sicherheitsminister Dragan Mektic (Foto) fordert Konsequenzen von Ibiza-Ausmaßen. Der Beschuldigte dementiert.

In Bosnien hat ein heimlich aufgenommenes Video für Proteste gesorgt, das den Präsidenten des obersten Justizrates bei angeblicher Bestechung zeigt. Hunderte Menschen, darunter Sicherheitsminister Dragan Mektic, demonstrierten am Mittwoch in Sarajevo und forderten den Rücktritt von Mitgliedern des Hohen Rats für Justiz und Staatsanwaltschaft, der die Unabhängigkeit der Justiz in dem Land sicherstellen soll.

Der Präsident des Hohen Rats, Milan Tegeltija, wies den Vorwurf der Bestechung zurück. Er erklärte, das Video sei absichtlich gekürzt worden, um den Anschein zu erwecken, dass er einem Geschäftsmann gegen Geld einen Gefallen tue.

Mektic fordert den Ibiza-Effekt

Nach Veröffentlichung des Videos hatte Sicherheitsminister Mektic die Bürger aufgerufen, sich den Protesten gegen eine korrupte Justiz anzuschließen. In einer Rede vor den Demonstranten fragte er, warum das Video in Bosnien nicht den gleichen Effekt habe wie das Ibiza-Video in Österreich.

"Die Menschen brauchen Gerechtigkeit und Sicherheit", sagte Mektic laut der bosnischen Nachrichtenagentur Fena. Ansonsten werde es keine wirtschaftliche oder sonstige Entwicklung geben. Korruption ist in Bosnien nach Angaben der EU-Kommission "weit verbreitet" und betrifft alle Regierungsebenen.

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