© REUTERS/CHARLES PLATIAU

Politik Ausland
07/13/2019

Protest: Hunderte Migranten besetzten Pariser Pantheon

Die Migranten verlangten eine Aufenthaltserlaubnis und angemessene Unterkünfte. Konservative Politiker kritisierten die Aktion.

Hunderte Migranten haben am Freitag das Pariser Pantheon besetzt. Sie verlangten eine Aufenthaltserlaubnis für Frankreich, angemessene Unterkünfte und ein Treffen mit Premierminister Edouard Philippe, wie die Hilfsorganisation "La Chapelle Debout" mitteilte. Für Touristen wurde die Ruhmeshalle vorübergehend geschlossen.

Im Internet verbreitete Videoaufnahmen zeigen, wie rund 700 Menschen im Pantheon Papiere schwenken und "Gilets noirs!" (Schwarzwesten) skandieren, den Namen einer Hilfsorganisation, die sich für obdachlose Flüchtlinge einsetzt. Auch Bereitschaftspolizisten waren zu sehen, die aber nicht eingreifen.

Polizei setzte Tränengas ein

Nach mehreren Stunden wurden die Migranten ohne Zwischenfälle durch einen Hintereingang nach draußen gebracht. Im Freien setzten sie ihre Proteste fort. Die Polizei setzte Tränengas gegen einige Demonstranten ein. Mehrere Menschen mussten von Rettungskräften behandelt werden.

Bei konservativen Politikern stieß die Aktion auf scharfe Kritik: Der Abgeordnete Eric Ciotti nannte das Vorgehen auf Twitter "skandalös" und forderte die sofortige Abschiebung der mehrheitlich afrikanischen Migranten. Er warf ihnen eine "Entweihung" der nationalen Gedenkstätte vor. In der früheren Kirche ehrt das Land seit der Französischen Revolution seine Nationalhelden.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.