Politik | Ausland
01.04.2018

Polizei: Mindestens 12 Tote nach Protesten in Kaschmir

Unter den Toten seien acht mutmaßliche Extremisten, zwei indische Soldaten und zwei Zivilisten.

Mindestens zwölf Menschen sind laut Polizeiangaben im Süden der umstrittenen Region Kaschmir getötet worden. Darunter seien acht mutmaßliche Extremisten, zwei indische Soldaten und zwei Zivilisten, teilte die lokale Polizei am Sonntag mit. Hunderte Demonstranten hätten Steine auf Sicherheitskräfte geworfen. Soldaten hätten Tränengas eingesetzt und später auch in die Menge geschossen.

Nach Polizeiangaben wurden zudem mehr als 30 Personen verletzt. Einwohner sprachen von mindestens 50 Verletzten. Es war ein der blutigsten Tage in der Region seit Jahren. Im indischen Kaschmir-Teil greifen Aufständische immer wieder Armee-Lager und Polizeiwachen an. Indien wirft Pakistan vor, die Angreifer zu unterstützen. Pakistan weist dies zurück. Die beiden Atomwaffen-Staaten haben bereits zwei Mal seit ihrer Unabhängigkeit 1947 wegen Kaschmir Krieg geführt. Beide Länder beanspruchen die überwiegend muslimische Region jeweils komplett für sich.