Philippinen: Erfolg für Duterte bei Halbzeit-Wahlen

Das Lager des wegen seines Kampfes gegen Drogenkriminelle umstrittenen Präsidenten liegt im ganzen Land vorne.

Bei der Parlamentswahl auf den Philippinen hat das Lager von Präsident Rodrigo Duterte offenbar zulegen können. Im Oberhaus, dem Senat, gewannen Anhänger des internationalen umstrittenen Präsidenten nach inoffiziellen Ergebnissen wahrscheinlich alle zwölf neu zu vergebenden Sitze. Nach Auszählung von 94 Prozent der Stimmen lagen die Duterte-Kandidaten am Dienstag überall vorn.

61 Millionen Wahlberechtigte

Insgesamt sitzen im philippinischen Oberhaus 24 Senatoren. Auf die Ergebnisse der Wahl zum Unterhaus, wo mehr als 240 Mandate neu besetzt wurden, muss noch länger gewartet werden. Auch dort wird mit Gewinnen für das Lager des Präsidenten gerechnet. Die Wahlen waren am Montag, zur Halbzeit von Dutertes Amtszeit. Insgesamt waren in dem südostasiatischen Staat aus mehr 7.500 Inseln über 61 Millionen Menschen wahlberechtigt.

Duterte ist wegen seines harten Kurses gegen tatsächliche oder vermeintliche Drogenkriminelle international umstritten. Seit seinem Amtsantritt 2016 gab es dabei nach offiziellen Angaben mehr als 5.000 Tote, vor allem in Armenvierteln. Menschenrechtler vermuten, dass es bereits mehr als doppelt so viele sind. Der Präsident selbst stand nicht zur Wahl. Die Amtszeit des 74-Jährigen dauert noch bis 2022.

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