Perus Präsident will Kindervergewaltiger chemisch kastrieren

Ein Mann mit traditioneller Kleidung spricht in ein Mikrofon.
Vergewaltigung einer Dreijährigen versetzt Land in Schock. Neue Straf-Maßnahme muss noch vom Parlament abgesegnet werden

Der peruanische Präsident Pedro Castillo will eine obligatorische chemische Kastration für Vergewaltiger von Minderjährigen einführen. "Sexualverbrechen an Kindern werden von dieser Regierung nicht toleriert und auch nicht ungestraft bleiben", sagte Castillo, nachdem die Vergewaltigung einer Dreijährigen das Land entsetzt hatte. Die vom Staatschef vorgeschlagene Maßnahme muss noch vom peruanischen Parlament gebilligt werden.

Medikamente hemmen Sexualtrieb

Castillo nannte Russland, Polen, Südkorea, Indonesien und Moldawien als Länder, in denen die chemische Kastration von Vergewaltigern bereits praktiziert wird. Dabei werden Medikamente verabreicht, die den Sexualtrieb hemmen.

Nach Angaben des Ministeriums für Frauenrechte wurden in Peru in den letzten vier Jahren mehr als 21.000 Minderjährige vergewaltigt. Allein für das Jahr 2021 wurden 6.929 Fälle dokumentiert. In Peru droht Vergewaltigern von Kindern unter 14 Jahren eine lebenslange Haftstrafe.

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