5000 bis 8000 Menschen kamen am Sonntag zur Pegida-Kundgebung

© APA/AFP/dpa/OLIVER KILLIG

deutschland
10/16/2016

Pegida "feierte" zwei Jahre Hass und Hetze

Die ausländerfeindliche Bewegung startete 2014 im ostdeutschen Leipzig mit ihren "Spaziergängen".

Begonnen hat alles am 20. Oktober vor zwei Jahren in Dresden. Damals kamen gerade einmal ein paar Hundert Menschen, um immer montags für das Abendland und gegen eine vermeintliche Islamisierung zu protestieren. Schnell erfuhr die Bewegung massiven Zulauf: Zu Jahresbeginn 2015 versammelten sich bis zu 25.000 Menschen vor der Semperoper, die ausländerfeindlichen Parolen wurden immer lauter. Doch die Hochzeit für die selbst ernannten "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" ist längst vorbei. Während im Rest Deutschlands kaum noch jemand für Pegida auf die Straßen geht, sind es in Dresden wöchentlich auch nur mehr 2000 bis 3000 "Wutbürger", zum Jahrestag am Sonntag kamen zwischen 5000 und 8000. Auch Gegendemonstranten hatten sich eingefunden.

Die Jubiläumsveranstaltung musste einen Tag vorverlegt werden, da heute in Dresden ein Bürgerfest unter dem Titel "Herz statt Hetze" stattfindet. Bürgermeister Dirk Hilbert (FDP) will laut eigenen Angaben damit aufzeigen, dass die Stadt eine bunte und weltoffene ist.

Diesen Eindruck hatte man bei der Pegida-Veranstaltung nicht. Da wurde wieder gegen Flüchtlinge und Ausländer gewettert, die zur "Umvolkung" beitrügen und deutsche Frauen vergewaltigten. Politiker wurden als "Volksverräter" beschimpft, Kanzlerin Angela Merkel wie schon des Öfteren als Diktatorin verunglimpft. Und Medien wurden – ebenfalls schon bekannt – als "Lügenpresse" apostrophiert, die Steigbügelhalter der USA und der Weltfinanz seien.

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