Montenegro
10/16/2016

Parlamentswahlen in Montenegro begonnen

Das Land ist zwischen einer weiteren Annäherung an EU und NATO sowie einem Kurswechsel in Richtung Moskau gespalten.

In Montenegro haben Sonntagfrüh die vierten Parlamentswahlen seit der Wiedererlangung der Unabhängigkeit im Jahre 2006 begonnen. Rund 528.000 Stimmberechtigte können bis 20.00 Uhr ihre Stimme abgeben. 17 Parteien und Bündnisse ringen um die insgesamt 81 Parlamentssitze. Mit ersten Hochrechnungen wird gegen 21.00 Uhr gerechnet. Laut letzten Umfragen kann die seit 1991 regierende Demokratische Partei der Sozialisten (DPS) von Langzeitpremier Milo Djukanovic mit einem weiteren Wahlsieg rechnen.

Allerdings dürfte es kaum für eine absolute Mehrheit reichen, womit die Regierungsbildung schwierig werden könnte. Ebenfalls gute Resultate werden den beiden führenden Oppositionsbündnissen, der prorussischen "Demokratische Front" und dem prowestlichen "Großen Bündnis Kljuc" vorhergesagt. Stärker als bisher war im Wahlkampf die künftige geopolitische Ausrichtung des Adriastaats Thema. Das Land ist zwischen einer weiteren Annäherung an EU und NATO sowie einem Kurswechsel in Richtung Moskau gespalten. Premier Djukanovic hat Russland in den vergangenen Wochen mehrmals vorgeworfen, sich zugunsten der prorussischen Opposition in den Wahlkampf eingemischt zu haben.

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