Luxusimmobilien afrikanischer Herrscherfamilien beschlagnahmt
Die französische Justiz hat am Freitag mehrere Luxusimmobilien aus dem Besitz der Präsidentenfamilien von Gabun und Kongo-Brazzaville beschlagnahmt. Es bestehe der Verdacht, dass die Immobilien in Paris und an der Cote d'Azur mit unrechtmäßig erworbenen Geldern gekauft worden seien, hieß es in Justizkreisen.
Ermittler in Paris gehen seit 2010 dem Verdacht nach, dass afrikanische Präsidenten und ihre Familien Einnahmen aus korrupten Machenschaften in französische Immobilien investieren.
Gabun, Republik Kongo und Äquatorialguinea
Beschlagnahmt wurden nach Justizangaben am Freitag eine Villa nahe Nizza und ein luxuriöses Stadthaus in Paris, die der Familie des gabunischen Präsidenten Ali Bongo gehören sollen. Ermittlungsunterlagen zufolge waren für das Stadthaus 3,5 Millionen Euro gezahlt worden und für die Villa 1,75 Millionen Euro. Ebenfalls beschlagnahmt wurde demnach eine Immobilie in Paris aus dem Familienbesitz des Präsidenten der Republik Kongo, Denis Sassou Nguesso.
Die Ermittlungen der Pariser Behörden gehen auf Anzeigen von Antikorruptionsaktivisten wie etwa Transparency International zurück. Im Zuge der Ermittlungen waren schon mehrfach Vermögenswerte in Frankreich beschlagnahmt worden.
Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen die afrikanischen Staaten Gabun, Republik Kongo und Äquatorialguinea. Sie werden seit Jahrzehnten von den gleichen Familien beherrscht und gelten als sehr korrupt.
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