Politik | Ausland
22.05.2018

Palästinensischer Präsident Abbas erneut im Krankenhaus

Es war bereits der dritte Krankenhausaufenthalt für Abbas innerhalb einer Woche.

Mahmud Abbas ist nach einer Ohr-Operation wieder im Krankenhaus. "Er leidet an einer Lungenentzündung und wird mit Antibiotika behandelt", schrieb Ahmed Tibi, arabischer Abgeordneter im israelischen Parlament, am Montagabend nach einem Besuch bei Abbas auf Twitter. Tibi, der als Vertrauter des 83-Jährigen gilt, betonte aber, Abbas' Zustand habe sich bereits deutlich verbessert.

Er sei mit ihm im Krankenhaus mehrmals den Flur auf- und abgegangen, schrieb Tibi, der auch Arzt ist. "Wir haben über verschiedene politische Themen gesprochen." Abbas müsse wohl noch einige Tage in der Klinik bleiben.

Der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat sagte dem israelischen Sender "Kan", Abbas habe nach seiner Operation unter einer Ohrentzündung gelitten. "Er hatte Fieber", sagte Erekat. Die Temperatur sei jedoch wieder normal und Abbas' Zustand sehr gut. Er leide an keinem weiteren gesundheitlichen Problem.

Kein Nachfolger

Abbas sei am Sonntag zu Nachuntersuchungen ins Istishari-Krankenhaus in Ramallah im Westjordanland gekommen, teilte der Klinikchef mit. Die Untersuchungsergebnisse seien gut und der Gesundheitszustand von Abbas gebe keinen Anlass zu Besorgnis, hieß es.

Es war bereits der dritte Krankenhausaufenthalt für Abbas innerhalb einer Woche. Dies gab Anlass zu neuen Spekulationen über seinen Gesundheitszustand. Abbas hatte sich am Dienstag einer kleinen Operation am Mittelohr unterzogen und war bereits am Samstag für eine Untersuchung im Krankenhaus.

Abbas wurde 2005 gewählt, eigentlich für eine Amtszeit von vier Jahren. Seitdem gab es keine Präsidentschaftswahlen mehr. Abbas hat keinen Nachfolger aufgebaut.