Nordkorea lässt die letzten US-Gefangenen frei
Nordkorea hat zwei US-Amerikaner aus der Gefangenschaft entlassen, wie die Regierung in Washington am Samstag bestätigte. Dem Sender CNN zufolge befanden sich Kenneth Bae und Matthew Todd Miller bereits auf dem Heimflug in die USA.
Nach Angaben des US-Außenministeriums hatte sich Geheimdienstdirektor James Clapper persönlich in die Bemühungen um die Freilassung eingeschaltet. CNN zufolge war er persönlich als Gesandter von Präsident Barack Obama nach Pjöngjang gereist - ein ungewöhnlicher Schritt.
Insgesamt waren in Nordkorea bis vor kurzem drei US-Bürger inhaftiert - nach Ansicht Washingtons wollte Pjöngjang damit politische Konzessionen erzwingen. Der erste von ihnen, Jeffrey Fowle, kam schon im Oktober frei. Die nordkoreanischen Behörden hatten ihm vorgeworfen, in einer Bar im nördlichen Chongjin eine Bibel zurückgelassen zu haben.
Miller wurde Mitte September wegen des Vorwurfs "feindseliger Akte" zu sechs Jahren Arbeitslager verurteilt, weil er bei der Einreise sein Visum zerrissen und Asyl in dem kommunistischen Staat gefordert haben soll. Der dritte US-Bürger, Kenneth Bae, war bereits im November 2012 festgenommen und wegen der angeblichen Planung eines Umsturzes zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt worden.
Die USA begrüßten den nordkoreanischen Schritt, hieß es in einer Mitteilung von Außenamtssprecherin Jen Psaki. Washington habe Pjöngjang seit langem aufgefordert, die beiden Amerikaner aus humanitären Gründen freizulassen.
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