IS–Dschihadisten exekutierten neun Gefangene
Die Dschihadistengruppe "Islamischer Staat" (IS) hat im Nordirak nach übereinstimmenden Angaben neun Gefangene exekutiert. Allein auf dem Marktplatz der Ortschaft As-Sab seien am Freitag sechs Dorfbewohner aus der Region exekutiert worden, berichteten Augenzeugen und Sicherheitskräfte.
Die Opfer waren demnach beschuldigt worden, sich an der Vorbereitung eines sunnitischen Aufstands gegen den IS beteiligt zu haben. 35 Kilometer weiter südlich wurden Sicherheitskreisen zufolge drei männliche Geiseln enthauptet, die vor Jahren als sunnitische Milizionäre gegen das Terrornetzwerk Al-Kaida gekämpft hatten.
Hinrichtung eines irakischen Journalisten
Die Dschihadistengruppe hat nach Angaben von Angehörigench einen irakischen Journalisten und drei weitere Zivilisten im Irak getötet. Der 37-jährige Kameramann, sein Bruder und zwei weitere Menschen seien in einem Dorf nördlich von Bagdad öffentlich hingerichtet worden, erklärte die Familie des Journalisten.
Der Kameramann arbeitete den Angaben zufolge für einen lokalen TV-Sender und war laut der Organisation Reporter ohne Grenzen am 7. September von IS-Kämpfern entführt worden.
Spanien schickt 300 Militärausbildner
Um die irakischen Regierungstruppen für ihren Kampf gegen IS zu trainieren, schickt Spanien unterdessen rund 300 Militärausbildner in das zerrüttete Land. Einen entsprechenden Beschluss fällte das Kabinett in Madrid am Freitag, wobei Verteidigungsminister Pedro Morenes eine direkte Beteiligung der Soldaten an Kämpfen ausschloss.
Die Ausbildungsmission sei für einen Zeitraum von eineinhalb bis zwei Monaten ausgelegt. Die spanische Luftwaffe werde zudem ihre Unterstützung für das US-geführte internationale Militärbündnis ausbauen, das die irakischen Regierungstruppen und kurdischen Peschmerga-Milizionäre im Kampf gegen den IS unterstützt.
Kommentare