NL: Heiße Phase des Wahlkampfes startet ohne Wilders

Nach Umfragen wird die jetzige Koalition von Sozialdemokraten und Rechtsliberalen keine Mehrheit bekommen. Geert Wilders lehnte eine Teilnahme an einer Radio-Debatte ab.

In den Niederlanden hat knapp drei Wochen vor der Parlamentswahl die heiße Phase des Wahlkampfes begonnen. Die Spitzenkandidaten von neun Parteien stellten sich am Freitag in Den Haag den Fragen von Journalisten. Es war die erste nationale Radio-Debatte vor der Wahl am 15. März.

Zur direkten Konfrontation zwischen Ministerpräsident Mark Rutte und seinem größten Widersacher, dem Rechtspopulisten Geert Wilders, kam es jedoch nicht. Wilders hatte eine Teilnahme abgelehnt.

Wilders auf Erfolgskurs

Nach den Umfragen wird die jetzige Koalition von Sozialdemokraten und Rechtsliberalen keine Mehrheit mehr bekommen. Stärkste Kraft könnte die Partei für die Freiheit des Rechtspopulisten Wilders werden. In den Umfragen liegt sie knapp vor der rechtsliberalen VVD von Rutte. Fast alle Parteien schließen die Zusammenarbeit mit Wilders in einer Koalition aus.

Geert Wilders inmitten von Sicherheitsbeamten und Unterstützern.
Dutch far-right politician and leader of the Partij Voor De Vrijheid (PVV or Freedom Party) Geert Wilders (C) walks with security and supporters as he officially launches his parliamentary election campaign in Spijkenisse on February 18, 2017. Firebrand Dutch anti-Islam MP Geert Wilders launched his election campaign with a stinging attack on the country's Moroccan population, saying he wanted to give The Netherlands back to the "Dutch people". / AFP PHOTO / JOHN THYS

Wilders lehnte auch die Teilnahme an einer TV-Debatte an diesem Sonntag ab. Er hatte am Donnerstag wegen einer undichten Stelle beim Personenschutz alle öffentlichen Auftritte während des Wahlkampfes ausgesetzt. Wilders wird wegen seiner Äußerungen gegen den Islam bedroht. Er steht seit etwa zwölf Jahren unter strengstem Polizeischutz.

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