NL: Heiße Phase des Wahlkampfes startet ohne Wilders
In den Niederlanden hat knapp drei Wochen vor der Parlamentswahl die heiße Phase des Wahlkampfes begonnen. Die Spitzenkandidaten von neun Parteien stellten sich am Freitag in Den Haag den Fragen von Journalisten. Es war die erste nationale Radio-Debatte vor der Wahl am 15. März.
Zur direkten Konfrontation zwischen Ministerpräsident Mark Rutte und seinem größten Widersacher, dem Rechtspopulisten Geert Wilders, kam es jedoch nicht. Wilders hatte eine Teilnahme abgelehnt.
Wilders auf Erfolgskurs
Nach den Umfragen wird die jetzige Koalition von Sozialdemokraten und Rechtsliberalen keine Mehrheit mehr bekommen. Stärkste Kraft könnte die Partei für die Freiheit des Rechtspopulisten Wilders werden. In den Umfragen liegt sie knapp vor der rechtsliberalen VVD von Rutte. Fast alle Parteien schließen die Zusammenarbeit mit Wilders in einer Koalition aus.
Wilders lehnte auch die Teilnahme an einer TV-Debatte an diesem Sonntag ab. Er hatte am Donnerstag wegen einer undichten Stelle beim Personenschutz alle öffentlichen Auftritte während des Wahlkampfes ausgesetzt. Wilders wird wegen seiner Äußerungen gegen den Islam bedroht. Er steht seit etwa zwölf Jahren unter strengstem Polizeischutz.
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